Samstag, 18. November 2017

Gran Canaria: Roque Nublo, Mandelkuchen & Ziegen (Tag 2)

Der Tag 2 unserer fvw Counter Trophy Gran Canaria wird alpin. Lesen Sie hier, was Roque Nublo, Mandelkuchen und Ziegen miteinander zu tun haben.

Aussichtspunkt San Bartolomé de Tirajana (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Aussichtspunkt San Bartolomé de Tirajana (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
San Bartolomé de Tirajana

Schon früh fahren wir in Richtung San Bartolomé de Tirajana. Die größte Inselgemeinde liegt 54 Kilometer von der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria entfernt. Hier wechseln Berglandschaften mit tiefen Schluchten und schönen Stränden ab. Die Entfernung von der Küste bis zur höchsten Erhebung der Gemeinde beträgt 40 Kilometer.

 Aussichtspunkt Cumbres, San Bartolomé de Tirajana
Aussichtspunkt Cumbres, San Bartolomé de Tirajana (C) privat
Die Region der Medianías (Mittelland) und Cumbres (Gebirgszone) hat schroffe Landschaften, imposante Schluchten und Serpentinen. Bloß gut, dass ich Tabletten gegen Reisekrankheit eingepackt habe und den halben Bus versorgen kann. Unser erster Stopp ist am Aussichtspunkt in den Cumbres. Die Dame auf dem Foto verblüfft uns, als sie sich bewegt. Doch kein Denkmal.

Cumbres von San Bartolomé de Tirajana (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Dann geht es noch höher. Wo kaum noch etwas wächst, stehen unzählige Feigenkakteen. Bis zu sechs Meter kann ein Feigenkaktus werden. Die Einheimischen ernten früh morgens die essbaren Kaktusfeigen für Marmelade. Oder nehmen junge Blätter für Salate. Die ballaststoffreichen Früchte stärken und fördern die Verdauung. Die frischen oder getrockneten Blüten sind stärkend. Es gibt auch einen Likör Bajtra von Kaktusfeigen. Aber die Stacheln sind furchtbar!

Kaktusfeigen Gran Canaria
Kaktusfeigen Gran Canaria
Tunte im Zentrum des Tirajana-Kessels

Am Parkplatz der Gemeinde Tunte sehen wir, was uns heute erwartet. Unser spanischer Reiseleiter meint, der Aufstieg zum Roque Nublo wäre ganz leicht. Er will uns wohl nur Mut machen.

Parkplatz am Roque Nublo (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Parkplatz am Roque Nublo (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Tunte liegt 890 Meter hoch am Fuß der Morros del Pinar in der Schlucht Barranco de Tirajana. Mitten im Zentrum des Tirajana-Kessels. In der Ortschaft kreuzen sich die Verbindungswege zwischen dem Nord- und Südteil der Insel Gran Canaria. Eine perfekte Ausgangsposition für Wanderer. Gemeindehauptstadt und Gemeinde tragen den gleichen Namen. Es war einst eine aborigine Siedlung und Niederlassung hispanischer Siedler nach der Conquista.

Roque Nublo Wolkenfelsen
Roque Nublo - größter natürlicher Felsen weltweit

Der Roque Nublo blieb als Rest eines einstmals viel höheren Stratovulkans (Schichtvulkan) übrig. Er erhebt sich 80 Meter über seinem Sockel und 1.813 Meter über dem Meeresspiegel. Er wird er nur noch vom Pico de Las Nieves (1.949 Meter) übertroffen. Und er ist einer der größten natürlichen Felsen weltweit.

Roque Nublo - Naturdenkmal von uralter Bedeutung

Das Wahrzeichen der Insel Gran Canaria hatte einst eine große Bedeutung. Es war ein heiliger Berg und eine Kultstätte der Ureinwohner. Sie brachten hier dem Sonnengott ihre Opfer. Die alten Leute von Gran Canaria verehren ihren Roque Nublo noch heute und haben den Berg nie betreten.

Wanderung zum Roque Nublo 

1987 wurde das Gebiet um den Roque Nublo zum Naturschutzgebiet erklärt und sieben Jahre später zum Landschaftspark. Das beliebte Wanderziel erreicht man über verschiedene gut ausgebaute Wanderwege. Auch Mountainbiker finden hier ihre Strecken.

Wanderung zum Roque Nublo (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Und so wandern wir gemächlich zum Roque Nublo. Für Vierbeiner ist es eine ideale Rennstrecke. Der kleine Hund auf dem Foto rast wie ein geölter Blitz an uns vorbei. Oben angekommen erwartet er sein Herrchen und uns und bellt: "Erster".

Wanderung mit Hund auf Gran Canaria  (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Wanderung mit Hund auf Gran Canaria  (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Tipp: Früh am Morgen aufsteigen. Es wird sehr heiß, da Wolken und Wind fehlen. Sonnenschutz und Mineralwasser nicht vergessen.

Roque Nublo - Wolkenfelsen

Unter uns ein weißer Wolkenteppich. Über uns ein strahlend blauer Himmel. Absolute Ruhe. Dazu der Blick auf den Pico del Teide oder die Caldera. Einzigartig schön. Die Mühe hat sich gelohnt.

Roque Nublo Gran Canaria (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Roque Nublo Gran Canaria (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Abstieg nach Tejeda

Tejeda (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Tejeda (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Unser Abstieg führt uns in das kleine Bergdorf Tejeda. Es liegt auf einer Höhe von rund 1.000 Metern. Die Einheimischen nennen es die „heimliche Hauptstadt der Cumbre (Gipfel)“. Das wunderschöne Panorama auf der Höhe von Tejeda ist genauso beeindruckend wie das schöne Bergdorf.

Tejeda steht für das alte, ländliche Gran Canaria und das archäologische Erbe der Insel. Wir entdecken Überreste von Höhlen mit Grabstätten, Gravuren, Wandmalereien und Häuser im örtlichen Museum.

Mandeln aus Tejeda

Tejeda ist für seine Mandelbaumplantagen, Mandelkuchen und Mandelcreme, Weine und Käse berühmt.

Die Mandel, gesündeste aller Trockenfrüchte, ist fast ein Synonym für Tejeda.

"Mandeln sind das Gold der Region.", meint die Konditorin der Konditorei Dulceria Nublo. Deshalb veranstaltet Tejeda ein Mandelfest am ersten Wochenende im Februar.

Mandelkuchen aus Tejeda

Grund genug, unseren "Mandelgeschmack" zu testen. Können wir aus sechs verschiedenen Kuchen den mit Mandeln  finden? Nicht leicht, aber total lecker! Eine gelungene Überraschung und Stärkung.

Mandelkuchen aus Tejeda (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Mandelkuchen aus Tejeda (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Mandelkuchen, Mandelcreme (Bienmesabe) und Marzipan der Konditorei Dulceria Nublo in Tejeda sind eine Spezialität und berühmt. Unbedingt probieren!

Wunder der Natur in Tejeda

Das Zentrum mit Heilpflanzen zeigt verschiedene heimische Pflanzen-, Kräuter-, und Blumenarten von Tejeda und der Insel. Wer mehr erfahren möchte, sollte es unbedingt besuchen. Interessant!

Ziegenmelken in Tejeda 

Die nächste Überraschung wartet bereits im Dorf: Der Bürgermeister mit seinen Ziegen. Damit hat niemand gerechnet. Sie sollen von uns gemolken und Sieger ermittelt werden. Verrückte Idee!

Ziege melken auf Gran Canaria (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Ziege melken auf Gran Canaria (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Cruz de Tejeda

Per Bus fahren wir nun zum Cruz de Tejeda, neun Kilometer von Tejeda entfernt. Es ist der höchste Pass von Gran Canaria und  geografischer Mittelpunkt der Insel. Hier treffen Landstraßen und Wanderwege aus allen Himmelsrichtungen aufeinander. Grandiose Aussicht!

Cruz de Tejeda
Cruz de Tejeda (C) privat
Hier oben ist es kühler. Auf der zum Norden hin gelegenen Seite des Passes weht der Passatwind stetig. Er treibt recht kühle Wolken den Berg hinauf. Wie sich das Klima doch so schnell ändert!

Hotel Parador de Cruz de Tejeda

Am beliebten Ausflugsort Cruz de Tejeda erwartet uns das Parador de Cruz de Tejeda. Das Hotel und Restaurant liegt 1.500 Meter hoch. Direkt am riesigen eingesunkenen Vulkankrater. Ein idyllischer Ort inmitten einer einmaligen Natur. Berühmt für einen der schönsten Panoramablicke von ganz Gran Canaria. Ideal, um Wandern und Baden zu kombinieren und hier eine Woche zu verbringen.

Hotelbesichtigung im Parador de Cruz de Tejeda (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Hotelbesichtigung im Parador de Cruz de Tejeda (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Mein Bett im Parador de Cruz de Tejeda. Hier möchte ich am liebsten ausruhen. Aber es geht nicht. Nach der Hotelbesichtigung gibt es ein so köstliches Essen! Übrigens das Beste von allen Restaurants. Sehr zu empfehlen.

Vorspeise im Restaurant Parador Gran Canaria (C) privat
Vorspeise im Restaurant Parador Gran Canaria (C) privat
Nachspeise im Restaurant Parador Gran Canaria (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Nach diesem reichhaltigen Essen fühlen wir uns wie gemästete Weihnachtsgänse. Da hilft nur eins. Bewegung. Also ab nach Teror.

Teror auf Gran Canaria

Die Kleinstadt Teror ist einer der ursprünglichsten Orte auf Gran Canaria.

Teror auf Gran Canaria (C) privat
Teror auf Gran Canaria (C) privat
Die Häuser haben wunderschöne Fassaden, Balkone, Erker oder andere architektonische Elemente. Mit viel Liebe werden die Häuser mit Blumen geschmückt. Schön!

Blumenschmuck in Teror (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Blumenschmuck in Teror (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Besonders sehenswert ist die Basilika Nuestra Señora del Pino. Auf einem prächtigen Barockaltar steht eine holzgeschnitzte Statue der Jungfrau Maria mit dem Kind (Virgen del pino). Sie wurde 1912 von Papst Pius XII zur Schutzheiligen von Gran Canaria erklärt. Deshalb finden von Mitte August bis Mitte September Feierlichkeiten zu Ehren von Maria statt. Die Höhepunkte sind am 7. und 8. September: Wallfahrt nach Teror, Opferung von Gaben und eine festliche heilige Messe.

Altar der Basilika Nuestra Señora del Pino in Teror (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Altar der Basilika Nuestra Señora del Pino in Teror (C) Jan-Timo Schaube Fotografie
Das war unser Tag 2 der fvw Counter Trophy Gran Canaria. Erlebnisreich. Voller Entdeckungen. Einfach nur schön. Vielen Dank an das Team vom Tourismuspatronat Gran Canaria, an Jan-Timo Schaube Fotografie und fvw für diesen wunderbaren Tag.

Zum Tag 1 der fvw Counter Trophy Gran Canaria

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